Internationale Kommunikation darf kein Kauderwelsch werden






Beim Übersetzen in Fremdsprachen kulturelle Vielfalt bedenken

Mehrsprachigkeit in international tätigen Unternehmen und in der Politik darf nicht dazu führen, dass Texte in deutscher Sprache mit unverständlichen oder gar falsch angewandten Fremdworten und Fachbegriffen durchsetzt werden. Anlässlich der Konferenz für Business Kommunikation in der internationalen Wirtschaft am 25. und 26. Oktober in Berlin warnt der Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) davor, Reden im internationalen Kontext als pseudo-englisches Kauderwelsch zu verfassen.

„Im Zuge der Globalisierung und wegen des Zuzugs von Fachkräften aus dem Ausland ist Fremdsprachigkeit aus Unternehmen nicht mehr wegzudenken“, sagt dazu VRdS-Präsident Dr. Vazrik Bazil. „Dennoch sollte bei publizierten Unterlagen und bei Vorträgen Wert auf eine lebendige, bildhafte und uneingeschränkt verständliche Sprache gelegt werden.“ Gerade für gesprochene Reden gelten hierbei andere Maßstäbe als für Schrifttexte wie in Arbeitsanleitungen, Imagebroschüren und Geschäftsberichten.

Eine weitere Gefahr bestehe darin, dass Texte zum Beispiel in Deutsch verfasst und dann im Wortlaut in andere Sprachen übersetzt werden. Kulturelle Unterschiede und verschiedene Bedeutungen gleich lautender Begriffe werden dabei zu selten berücksichtigt. „Sprache berührt immer auch Kultur und Mentalität der Menschen“, sagt Vazrik Bazil. Eine rein wörtliche Übersetzung einer deutschen Rede in eine andere Sprache raube dem Originaltext seine Schlagkraft und führe nicht selten zu Missverständnissen.

(www.vrds.de)