Kurzer Überblick über die Entstehung des Anglophonen Tags

1994 wurde eine Initiative geboren, Übersetzer und Dolmetscher gleicher Sprachpaare zusammenzubringen. Ziel war und ist es, Informationen, Erfahrungen und Ideen auszutauschen, freiwillige gegenseitige Hilfe und Kooperationen zu begünstigen und über gemeinsame Probleme und Lösungen zu diskutieren. Daraus entstanden der Anglophone Tag für die Sprachgruppe Englisch-Deutsch-Englisch und das Réseau Franco-Allemand für Französisch-Deutsch-Französisch. Die ersten Begegnungen waren so erfolgreich, dass daraus ein regelmäßiges Treffen einmal im Jahr entstanden ist: der Anglophone Tag im Frühjahr um Pfingsten und der Réseau franco-allemand Ende Oktober, jeweils an einem anderen Ort. Solange ATICOM existiert, war es bei diesen Veranstaltungen – meistens mit mindestens einem Referenten – vertreten und ist mehrmals als Gastgeberorganisation aufgetreten.

An diesen Treffen können alle Übersetzer und Dolmetscher der jeweiligen Sprachpaare teilnehmen – egal ob sie Mitglied in einem Verband sind oder nicht. Es gibt keinen Vorsitzenden und keinen Vorstand. Jeder Teilnehmer nimmt daran gleichberechtigt teil. Allerdings hat es sich herausgestellt, dass die vertretenen Verbände eher über die Logistik verfügen, solche Treffen zu organisieren. Dies hat sich im Laufe der Jahre bewährt. Das erste Treffen des Anglophonen Tags fand in Xanten am Niederrhein im Frühling 1995 statt.

Die Referate und anschließenden Diskussionen finden sowohl in Englisch als auch auf Deutsch statt. Die Teilnehmer lernen andere kennen, erfahren Neues und Interessantes und haben meistens auch jede Menge Spaß dabei.

Die Bezeichnung „Anglophoner Tag“ dürfte inzwischen in Übersetzungskreisen allgemein bekannt sein.

John D. Graham