Am 20. Februar 2020 haben der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der Solo-Selbstständige ganz pauschal angegriffen werden. Es werden u. a. folgende Forderungen formuliert:

  • Altersvorsorgepflicht auch für Bestands-Selbstständige
  • Prüfung (und damit wohl Rücknahme) der zum 01.01.2019 erfolgten Absenkung der Mindestbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung
  • Pflichtmitgliedschaft auch in der gesetzlichen Unfallversicherung
  • Noch rigidere Regeln gegen Scheinselbstständigkeit, mehr Ressourcen für Prüfungen durch Deutsche Rentenversicherung und Zoll
  • Einschränkung der Kleinunternehmerregelung, die zum 01.01.2020 gerade erst ausgeweitet wurde
  • Weitere bürokratische Erschwernisse und Pflichtabgaben für Solo-Selbstständige

Der VGSD (Verein der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.) hat sich das Positionspapier genau angesehen und dazu einen Beitrag und ein Video veröffentlicht:

Beitrag: Sprachanalyse: Wie ZDH und DGB uns Solo-Selbstständige kriminalisieren

Video: In 12 Minuten erklärt: Unheilige Allianz – Warum DGB und ZDH gemeinsam Solo-Selbstständige angreifen  

Ebenfalls sehr interessant ist die Einschätzung eines VGSD-Mitglieds: Meinung: Die Zusammenarbeit zwischen dem DGB und dem ZDH ist ein Scheinriese

Diese Entwicklungen zeigen, wie wichtig die Arbeit der BAGSV (Bundesarbeitsgemeinschaft Selbstständigenverbände) ist, in der sich mehrere Verbände von Solo-Selbstständigen (u. a. ATICOM, BDÜ und VFLL) zusammengeschlossen haben, um gemeinsam gegen solche politischen Schwergewichte anzugehen.