Bundesforum Justizdolmetscher und -übersetzer beim Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz

Nachdem das Bundesforum Justizdolmetscher und -übersetzer (BFJ) sein Positionspapier zum JVEG dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) übersendet hatte und nach einer Nachfrage unsererseits, wurden wir zu einem Gespräch nach Berlin eingeladen. Der Einladung folgten Evangelos Doumanidis (VVU) und Natascha Dalügge-Momme (VVDÜ).

Der Referatsleiter und seine Mitarbeiterinnen zeigten sich sehr gut informiert über unseren Forderungskatalog, sowie gründlich darauf vorbereitet. Sie regten an, diesen Punkt für Punkt durchzuarbeiten.

Einigkeit herrschte darüber, dass § 14 für Dolmetscher und Übersetzer mehr Vor- als Nachteile birgt, mit der Einschränkung, dass Rahmenverträge in anderen Branchen mit positiveren Auswirkungen abgeschlossen würden. Als Beispiel angeführt wurden etwa Verträge mit Medizinern für Blutabnahmen etc. Dennoch müsse hier über eine befriedigende Lösung für unsere Kollegen nachgedacht werden.

Ferner ist deutlich geworden, dass die Unterscheidung zwischen „simultan“ und „konsekutiv“ sich in der Praxis als nicht tragbar erwiesen haben und abgeschafft werden soll.

Eine Erhöhung der allgemeinen Sätze schien auch Konsens zu sein.

Einige der von uns angesprochenen Punkte gehörten nicht zum Ressort des BMJV. Uns wurde nahegelegt, unsere Forderungen an anderer Stelle vorzutragen, was wir tun werden.

Bei anderen Aspekten wiederum zeigte sich das BMJV sehr interessiert und bat um Unterstützung und Informationen, um unsere Argumentation Dritten gegenüber stützen zu können.

Insgesamt hatten wir nach mehrstündigem Gespräch das erfreuliche Gefühl, interessiert und wohlwollend angehört worden zu sein. Dies zeigt sich auch in dem Angebot und der Bitte um Informationen. Das BfJ macht sich allmählich einen Namen und wird in Bereichen der Justiz wertgeschätzt, was eine Bestätigung unserer Arbeit für die vereidigten, ermächtigten und beeideten Kolleginnen und Kollegen ist.

10. April 2019/Natascha Dalügge-Momme

Das Bundesforum Justizdolmetscher und -übersetzer (BFJ) setzt sich für die Verbesserung der Einkünfte und des Arbeitsumfeldes von Ü/D im juristischen Bereich ein. Die fünf Mitgliedsverbände (ATICOM, BGNVbDÜVVDÜVVU) hatten im September 2018 ihre Geschäftsordnung unterzeichnet. Bereits im Juni 2018 hatte das BFJ nach den Vorfällen im BAMF einen Appell an die Behörden gerichtet, der die Ursachen für den Einsatz nicht ausreichend qualifizierter Sprachmittler verdeutlicht und eine Kooperation anbietet. Das BFJ twittert unter @JustizDolmUeber.