An alle Kollegen und Kolleginnen,

die in letzter Zeit immer wieder auftretenden Probleme bei der korrekten Abrechnung nach § 9 JVEG, wenn in der Gerichtsladung keine Angabe zur Dolmetschart enthalten ist, haben nun einen ersten Epilog durch Beschlüsse gleich zweier Instanzen erhalten.

Ich bitte alle Kollegen und Kolleginnen in Ihrem eigenen Interesse noch einmal, das Procedere wie folgt einzuhalten:

Klären Sie, unabhängig von der Ladung, stets zu Beginn einer Verhandlung mit dem/der Vorsitzenden Richter/in ab, welche Dolmetschart von ihm/ihr gewünscht ist.

Nur diese dann abgegebene richterliche Entscheidung zur Dolmetschart zählt für Ihre Honorarsatzhöhe bei der Liquidation nach § 9 JVEG.

Weisen Sie den/die Richter/in dazu auch auf die Vorteile und Nachteile der diversen Dolmetscharten hin. Sie können sich dazu gerne auch der Hinweise und des Merkblattes Dolmetscharten auf unserer Website bedienen.

Achten Sie darauf, dass die dann zu Beginn der Verhandlung festgelegte Dolmetschart auf dem Belegbogen Ihres Einsatzes aufgeschrieben bzw. entsprechend angekreuzt und vom/von der Vorsitzende/n Richter/in auch unterschrieben wird.

In der hier verlinkten Datei finden Sie nun den LG- und OLG-Gerichtsbeschluss Koblenz im Wortlaut, auf den Sie sich gerne – bei Bedarf auch ev. im Widerspruchsverfahren oder beim Antrag auf richterliche Festsetzung – berufen können.

Mit kollegialen Grüßen

Dragoslava Gradinčević-Savić
Stellvertretende ATICOM-Vorsitzende
Ressortleitung §D/§Ü
ATICOM – Fachverband der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher