Erster erfolgreicher gemeinsamer Kulturabend des BVMW und ATICOM zu Russland

Am 24. Januar 2013 hatten der BVMW und ATICOM zu einem gemeinsam durchgeführten Kulturabend zum Thema Russland eingeladen. Der Abend war als Einführungsveranstaltung für Mitgliedsunternehmen des BVMW gedacht, die in Russland Geschäfte tätigen möchten und einen ersten Eindruck von der russischen Mentalität erhalten wollten. Um es vorweg zu nehmen: Der Abend wurde ein voller Erfolg!

Unter dem Thema „Die Entpuppung der russischen Matroschka für Ihr Geschäft in Russland und den GUS-Staaten – Vom Handschlag zum Geschäftsabschluss“ gab Olga Fin, Dipl.-Kulturwissenschaftlerin, in Russland aufgewachsenes und nach ihrem zweiten Hochschulabschluss in Deutschland als Konferenzdolmetscherin und Übersetzerin tätiges ATICOM-Mitglied, aus praktischer Sicht eine Einführung in die Besonderheiten der russischen Kultur und Seele. Erfreulich viele Unternehmer und Mitglieder des BVMW hatten trotz der recht kurzfristigen Einladung und des Schneewetters den Weg zum Gastgeber FIDUS Business Solutions in Ratingen gefunden, um Frau Fins bildhaften Ausführungen zu folgen. Humorvoll und charmant führte sie in die Do‘s und Don‘ts, Eigenheiten und Besonderheiten Russlands ein. Der Schwerpunkt lag auf den praktischen Fragen, die sich vor allem im Geschäftsleben stellen. Es ging jedoch nicht nur um umfassende, allgemeine Themen, sondern auch um Kleinigkeiten wie die Bedeutung der E-Mailsignatur, die Besonderheit verschiedener Telefonnummern für ein und dieselbe Firma, oder um die Tatsache, dass viele russische Gesprächspartner ihren Namen lieber erst einmal ungenannt lassen. Immer wieder wurden seitens der aufmerksamen Zuhörerschaft Fragen gestellt, weil Frau Fin Themen angesprochen hatte, die die Zuhörer gerne vertiefen wollten. Besprochen wurden Kontaktanbahnung, Vertragsaufbau, Zahlungspraxis und natürlich kulturelle Fettnäpfchen bei den Zusammenkünften mit russischen Geschäftspartnern.

Die Wahrnehmung der Frau im Geschäft wurde gesondert angesprochen. So lernten Geschäftsführer unterschiedlicher Firmen, Anwälte und Ingenieure, dass man zum Beispiel einer russischen Dame nie die Hand zur Begrüßung reicht und Blumensträuße immer eine ungerade Anzahl von Blumen haben müssen – Sträuße mit einer geraden Blumenzahl gehören auf das Grab!

Abgerundet wurde der Abend durch ein Gläschen Wodka und Tschi, eine exzellente russische Suppe, bei deren Genuss sich noch viele Gelegenheiten zu Gesprächen ergaben.  Alle Zuhörer waren angetan von dem Konzept, eine Einführung in die Kultur des Landes zu bekommen, mit dem sie Geschäfte machen. Fazit eines Teilnehmers war: „Solche Abende bräuchten wir viel häufiger!“

Der BVMW und ATICOM werden diesem Wunsch gerne nachkommen. Es ist angedacht, solche Kulturabende auch zu anderen Ländern und Kulturkreisen stattfinden zu lassen.

Für weitergehende Fragen steht die Referentin dieses Kulturabends, Olga Fin, gerne per Mail zur Verfügung.